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10. Oktober 2019 Zurück

25 Jahre Technopark Kamen

Neues Leben unter dem Förderturm: Der Technologiepark entwickelte sich im Schatten der alten Zechenkultur zu einem innovativen Unternehmerzentrum. Foto: Archiv

Das Gründerzentrum und der Technopark haben nach 25 Jahren eine erfolgversprechende Zukunft vor sich. Foto: Blossey/Kreis Unna

von Ortrud Battenberg

Als am 4. März 1994 die TECHNOPARK KAMEN GmbH gegründet wurde, war dies eine Antwort auf die drängenden Fragen, die nicht nur Kamen, sondern allen Städten und Gemeinden von Duisburg im Westen bis Hamm im Osten unter den Nägeln brannten: Wie sollen wir dem Strukturwandel begegnen? Wie können wir ihn selbst aktiv gestalten? Die Montanindustrie war weggebrochen und die Weichen mussten neu gestellt werden. 

Gute Voraussetzungen

Auf einer Fläche von ca. 34 ha unweit des Kamener Stadtzentrums erstreckte sich das Gelände der ehemaligen Zeche Monopol, die zu ihrer Blütezeit ca. 4000 Menschen Arbeit geboten hatte. Als 1983 der letzte Bergmann die Zeche verließ, verlor der Standort Kamen einen erheblichen Anteil seiner sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Angesichts ihrer verkehrsgünstigen Lage und Stadtnähe bot die Monopol- Brachfläche gute Chancen für einen gewerblichen Neuanfang mit wirtschafts- und strukturpolitischen Impulsen für die Region. Zu einem wichtigen Ideengeber für die Bewältigung der immensen Herausforderung wurden die im  gesamten Ruhrgebiet entstehenden Technologie- und Gründerzentren, deren wesentliche Aufgabe es war, Existenzgründungen zu motivieren, zu fördern und kleinen und mittelständischen Unternehmen neue wirtschaftliche Tätigkeitsfelder und Diversifikationsmöglichkeiten zu eröffnen.

Unter Beteiligung der Landesentwicklungsgesellschaft NRW, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mit finanzieller Unterstützung des Landes und der EU trieb die Stadt Kamen die  Entwicklung eines Wohn- und Technologieparks voran. Zur Realisierung und Organisation der ehrgeizigen Pläne für einen neuartigen und innovationsfreudigen Gewerbestandort in Kamen wurde am 4. März 1994 mit der Gründung der TECHNOPARK KAMEN GmbH als Betreibergesellschaft des  Gründer- und Technologiezentrums der entscheidende unternehmerische Rahmen geschaffen.

Erfolg versprechende Zukunft

Geschäftsführer wurde Hubertus Ebbers. In den 25 Jahren des Bestehens der TECHNOPARK KAMEN GmbH gelang es ihr, den großen Bogen von einer äußerst schwierigen Vergangenheit über eine tatkräftige Gegenwart bis hin zu einer Erfolg versprechenden Zukunft zu schlagen. Zahlreiche Unternehmen siedelten sich als Mieter oder Eigentümer an. Eine Reihe von ihnen vergrößerten sich nach einigen Jahren. Andere siedelten wieder aus, um in der Region in eigenen Immobilien oder größeren Werkstätten ihre Geschäfte fortzuführen, und andere blieben.

So konnten durch die kontinuierlichen Bemühungen rund 1.500 neue Arbeitsplätze in Kamen und der unmittelbaren Umgebung geschaffen werden. Nach zweijähriger Umbauphase, 70 Jahre nach seinem Bau, wurde das ehemalige Verwaltungsgebäude der Zeche Monopol zur Keimzelle des Strukturwandels in Kamen.

Dank hervorragender architektonischer Leistungen entstand ein Gebäudekomplex, der in den 90er-Jahren wie auch zukünftig zahlreichen technologieorientierten und innovativen Unternehmen auf ca. 4.800 m² Gesamtnutzungsfläche den jeweils passenden Unternehmensstandort bietet: Büroräume für individuelle Nutzungskonzepte von 22 bis 28 m² Grundfläche oder Büroeinheiten bis ca. 250 m² Größe, alle ausgestattet mit moderner Technik. Repräsentative und flexible Seminar-, Konferenz- und Tagungsräume runden das Angebot ab. Ein großzügig angelegter Park mit altem Baumbestand und eine Teichanlage laden in den Pausen zur Erholung ein.

Von diesem Ort aus trieb die TECHNOPARK KAMEN GmbH bis zu ihrem Umzug ins Gründerzentrum zahlreiche ehrgeizige Projekte voran, die alle nur das eine Ziel verfolgten: die Förderung und Ansiedlung junger Unternehmen und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Kamen.

Das Gründerzentrum

Seit 2009 entwickelt die TECHNOPARK KAMEN GmbH vom neu erbauten Gründerzentrum aus ihre
Konzepte, bewahrt Erprobtes, vermarktet und vermietet Büro- und Gewerbeflächen und pflegt  Netznetzung und Bündelung regionaler und überregionaler Kräfte. Der Innovationsstandort e. V., TECH5plus, WFG für den Kreis Unna mbh, STARTERCENTER NRW oder BIVZ sind nur einige Beispiele von vielen.

Seine Nachfolgerin, die neue Geschäftsführerin Ingelore Peppmeier, ist überzeugt: „Ein großer Glücksfall für die erfolgreiche Entwicklung des gesamten Projektes war, dass Hubertus Ebbers als Geschäftsführer der ersten Stunde mit viel Herzblut und großem Sachverstand 25 Jahre lang die Geschicke geleitet hat. Diese Kontinuität und Verlässlichkeit war mit Sicherheit ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Lösung der immensen Aufgabe, aus einer desolaten Industriebrache einen prosperierenden Technopark entstehen zu lassen. Mir obliegt es nun, diese Arbeit fortzusetzen und meinen Part dazu zu leisten, dass der Technologiepark Kamen eine gute Zukunft hat.“

 

 

Artikel aus "Technopark Kamen aktuell"

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